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Zweifelnde Fluchten ... (Gedanken im Kreis)

 

... mag sein, die Liebe lebt zu Beginn von den Stärken des Anderen, jedoch ist eine Liebesbeziehung nur so stark, wie der gegenseitige Respekt vor den Schwächen - Deinen und meinen ...

 

... unumgänglich tauchen trotz, oder vielleicht wegen aller Liebe auch Zweifel auf. Nicht immer sind sie eindeutig, als Folge von vermeintlichem oder wahrhaftigem Liebesverrat, oder einer stetig wachsenden Übermacht ungeliebter oder -erlernter Eigenschaften des geliebten Menschen. Meistens schleichen sie sich leise heran, als kleinste Zweifel und ehe Du Dich versiehst, werden sie groß und übermächtig! ...

 

... es stimmt etwas nicht, eigentlich hast Du es von Beginn an gespürt, es ignoriert, wolltest es nicht wissen, Dir die Frage nach dem Warum nicht stellen, weil Dich jemand liebt, nur wichtig war, einer tut´s, und Du hast die Liebe erwidert ...

 

... die Flucht beginnt, oder setzt Du sie fort? Weg(e) vom Anderen, und zurück, lass´ los, tu´ Du´s, denn dann muss ich es nicht. Ich mag nicht gehen, kann nicht (ich kann nicht heißt ich will nicht), will nicht bleiben. Du flüchtest weiter. Nicht so wie ein Pferd, erschreckt, instinktiv spürend, nur erst mal weg in sichere Entfernung, nein, Du flüchtest in Dich selbst. Viele Fragen ...

 

... warum flüchte ich? Warum kann, will ich nicht bleiben? Wieso habe ich Zweifel? Sind es Zweifel an Dir, niemals, an mir!? Nur an mir? War schon der Weg zu Dir nicht auch schon eine Flucht? Flucht vor mir? Distanziere ich mich von mir zu Dir, und nun zurück? Sind es meine zweifelhaften Schwächen, vor denen ich nicht weglaufen kann? Liebe ich Dich nicht? So viele Fragen ...

 

... Du hast das nicht verdient, Du liebst mich! Warum habe ich es verdient? Du hast Deine Schwächen, aber sind sie der Grund? Woran zweifle ich? Eigentlich bin ich doch recht glücklich mit Dir!? Mit mir!? Ich brauche Zeit! Nicht für Dich! Für mich! Warum? Hatte ich bisher keine? Nicht genug? Habe ich sie nicht genutzt? Für mich!? Ich vertraue Dir! Nicht alles an! Ich vertraue mir!? Ich will Dir nicht weh tun! Ich tue Dir weh! Ich will mir nicht weh tun!? Ich bin gescheitert! An was? An wem? ...

 

... nimm Dir Zeit! Suche die Gründe! Zweifel has(s)t Du an anderen, jedoch es bleiben Deine! Den Grund für Deine Fluchten findest Du nur in Dir! ...

 

... warum sollte ich vor einem Menschen flüchten, mit dem ich trotz (oder wegen) seiner Stärken und Schwächen "recht" glücklich bin? Vielleicht wegen eines anderen, mit dem ich auch einmal trotz seiner Stärken und Schwächen "recht" glücklich war? Oder "recht" unglücklich? Oder etwa doch wegen mir, der ich immer nur "recht" glücklich bin, aber nie "richtig"!? ...

 

... es liegt wohl tatsächlich an meinen Schwächen, die ich mich weigere, zu respektieren, um sie ja auch weiterhin in aller Regelmäßigkeit für mein Scheitern verantwortlich machen zu können, obwohl sie in Wahrheit der Schlüssel sind, meine Fluchten zu beenden! ...

 

... es ist keine Stärke, eine Schwäche für die Flucht zu haben ... Du zögerst nur Dich selbst hinaus ... (Pe.)

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