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Menschen kann ich nicht bestellen ... jedoch lieben ...

 

... mein Universum hat ja nun im Grunde nichts besseres zu tun, als mir Tag und Nacht fortwährend die Idee wenigstens andeutungsweise näher zu bringen, das „ich nichts muss, aber alles darf, und alles kann, wenn ich es will!“ ... so ab und zu, also im Grunde genommen außerordentlich selten, eigentlich fast nie, sozusagen beinahe jeden Augenblick, drängt sich mir der Verdacht auf, dass mich mein Universum ganz schön gut kennt, wo ich immer noch so ein liebevolles Gespür in mir habe, welches ich bestimmt „nicht mehr haben muss, trotz alle dem wohl doch gerne noch haben darf, um mir abschließend klar zu werden, dass ich nicht anders kann“ ... in oft nächtelangen Gesprächen und Unterhaltungen mit mir, meinem Bauch und meinen häufig recht bockigen beiden Gehirnhälften, kommt nichts anderes bei raus, als dass ich meinem Herz zugestehen muss, am unabänderlich längeren Hebel zu sitzen ... na gut, ich gönne es ihm ja, aber ist es wirklich notwendig, dann so mit trotzig verschränkten Armen, beinahe blinkend, wie ein roter Punkt, das rechte Füßchen tippt energisch im Takt auf die Aorta (das ist weiß Universum nicht immer ein angenehmes Gefühl), während die schelmisch wissenden Augen unter zierlichen Wimpern, der Kopf leicht schräg, beinahe triumphierend einen nach dem anderen aus unserer Diskussionsrunde anblicken, um nur zu wiederholen „Du kannst es nicht ändern!“ ... ich muss gestehen, ich habe schon mal auf meine Gehirnhälfte „Verstand“ gehört, die doch recht überzeugend argumentiert hat, dass ich nur gewinnen könne, wenn ich meinem Herzen das Wasser abgrabe! ... zugegeben, das war gemein und fies! ... ... ich bin dann aber doch zur Blutspende gegangen, um mir und anderen zu helfen, aber immer, wenn ich später auf der Erholungsliege meinen Erinnerungen nachhing, kam es mir lächerlich vor, wie meine Verstand mit stolz geschwellter Brust pausenlos die Intuition mit triumphierenden Ellenbogen in die Seite stieß, und kund tat, „seht her, es war meine Idee!“

 ... ich schaute in die Runde und mein Blick begegnete den traurigen, jedoch auch verständnisvollen Augen meines Herzens, welches sich leicht, „wirklich nur leicht“ geschwächt an den Enden der Venen und Adern festklammerte, um nach wie vor unmissverständlich zu signalisieren „und so schon gar nicht!“ ...

... in solchen und anderen Augenblicken, wo ich versucht bin, den Kontakt zur Realität, sagen wir mal, in angemessener Weise, zwar nicht zu verlieren, aber doch ein wenig viel außer Acht zu lassen, meldet sich dann, nein, nicht per Funk, nur so, weiß nicht genau, eben nur so, und basta, mein Universum und gibt mir zu bedenken, „je mehr Du etwas ablehnst und Dich darüber ärgerst, desto mehr bekommst Du davon. Denn das, worauf Du Deine Aufmerksamkeit richtest, wächst. Überlege Dir daher gut, worauf Du Deine Aufmerksamkeit richtest“ (©Bärbel Mohr) ...

... ich habe mir dann, wie die Chinesen, drei Tage Zeit gelassen * lächel *, und sofort fast alle Beteiligten noch einmal zusammen gerufen; das Herz, ich verspürte Unbehagen, als es ohne Zögern in die Ecke trippelte, um sich mit abgewandtem Blick pikiert nieder zu setzen; den Bauch, der komplexbeladen nicht erkennt, dass er mein Leben mit Ja oder Nein zu einem enorm großen Teil mit bestimmt, und daher eher geneigt ist, wie ich unlängst erfuhr, einen Volkshochschulkurs zu belegen, in dem die Konstruktion von gigantischen Schalen für Kartoffelchips gelehrt wird * schmunzel *; den Verstand, dem sicherlich, nach wie vor enorm mächtig wirkend, anzumerken war, dass er die Schlappe mit dem abzugrabenden Wasser nicht wirklich verarbeitet hat; und der Intuition, fröhlich, unbeeindruckt von allen Querelen und selbstsicher, wo sie doch weiß, dass ich es bin, der nicht auf sie hört * stöhn * ... wer mich kennt, der weiß, dass ich in ein solch wichtiges Meeting nicht unvorbereitet hinein gehe, und so stellte ich mich, beinahe wie ein Manager * grins * auf, räusperte mich, selbst mein Herz warf mir einen scheuen, verletzten Blick zu * autsch *, und begann „Sehr geehrte Anwesende!“ Vier aus mir schauten mich erwartungsvoll an. „Ich habe uns heute hier eingeladen, um ..., um ..., also um ... !“ ... Jetzt mal ehrlich, Hand aufs Herz, hast Du schon mal eine Rede gehalten? Ja? (dann weißt Du, wie ich mich fühlte) Nein? (dann warte ab) ... „also um, hey, Ihr kennt mich doch!“ Herz, Bauch und zwei Gehirnhälften nickten eifrig, aber irgendwie hatte ich den Eindruck, ich war nichts weiter. „Also, ähm, Ihr kennt mich ja nun schon recht lange!“ Eifriges Nicken, sogar vom Herzen (kann mich täuschen, aber ich glaube, es war geschminkt), machte mir Mut! „Freunde, ich bin mir der Tatsache bewusst, dass Ihr alle Eure Aufgaben habt!“ Beifall! Klar, ich war schon stolz, aber war ich nicht ohnehin längst „gewählt“? „Kumpelz“, stammelte ich, „Freunde, das seid Ihr alle vier, ... Freunde, ich habe in den letzten zwei Jahren die Aufmerksamkeit auf etwas gerichtet, was ..., was ...!“ 4 Augenpaare blickten mich fragend an! Menno, Universum, ich kann das nicht! Hilf mir! .... Haaallooo! ... hallo? ... ? ... „Freunde, ... hm ... also wir fünf, ... wir ...!!?“ Ich gebe gerne zu, dass die Blicke unverschämt waren! Wer ist denn hier eigentlich der Chef, um nicht zu sagen der Boss von´s Ganze? Ich konnte ganz genau erkennen, wie die Intuition dem Herzen den „Daumen hoch“ zeigte, während der Bauch dem Verstand einen doch recht großzügigen Griff in die Schale mit den Gummibärchen erlaubte! Wer bin ich eigentlich? Was mache ich hier? ... „Herrschaften, vielleicht besinnen wir uns wieder mal ein wenig auf das Wesentliche!“, war ein Satz, der mich wieder nach vorne brachte, was ja auch nicht von ungefähr kommt! Oder? ... Mein Herz zwinkerte mir mutmachend zu, und ich setzte mich auf einen zufällig vorbei stehenden Hocker, um zu äußern „Ihr wisst, ich habe mich verliebt, und kann nicht anders!“ Ich hatte ein Raunen erwartet, ein wenig Diskussion, na also allemal als Minimum eine blöde Bemerkung, aber nichts dergleichen! Mein Verstand stand auf, richtete ein wenig seinen Sakko, und meinte „dann kann ich mich jetzt wohl wieder um die Sache mit dem Job kümmern!?“ Ich konnte noch nicken, bevor der Bauch meinte „also ich sag „Ja“, aber jetzt muss ich auf´s Klo!“ „Geh´ danach kurz mit der Bürste durch“, wollte ich noch sagen, aber er war schon weg! Meine Intuition nahm mein Herz in den Arm, drückte es, nicht ohne ein paar leise Worte zu sagen, und machte sich dann auf den Heimweg! Bei mir braucht sie nie Worte! Ist doch gut, oder!? Ich hörte mich sagen „jetzt sind nur noch wir zwei hier“, und es war wirklich mehr als blöd, weil es eben so war! Mein Herz und ich! Ich und mein Herz! Nervös schaute ich mich um, der Bauch naschte an den Flips, zurück vom Klo, fortwährend nickend, der Verstand, ich kann mich d´rauf verlassen, Intuition, verlass´ mich d´rauf, ... Universum, hilf ... und dann, nicht unerwartet, spürte ich eine kleine zierliche, beinahe zerbrechliche Hand auf meiner rechten Schulter, sie drückt mich, mag sein, auch etwas schmerzhaft, und dann ... schmiegt an meine Wange sich mein Herz und flüstert mir ins Ohr (Herzen können nicht reden, oder doch!?), „Du kannst nicht anders!“ ... Ich sag noch „Herz, Du bist sehr lieb zu mir!“, aber da ist es schon fort, und klopft ... es kann nicht anders ...

 

... aber lieben ...

 

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